Sucht bei Jugendlichen: Symptom oder Problem? Ein Sucht-Experte erklärt.

Felix Strobach | Sozialpädagoge und Einrichtungsleitung

Jugendsuchtberatung „Ansprechbar“, Köln

Warum werden junge Menschen süchtig – und wie kann man ihnen helfen?
In diesem Interview sprechen wir mit Felix Strobach,  Leiter  der Jugendsuchtberatung „Ansprechbar“ in Köln über Drogen, Sucht, Medienkonsum und die größten Herausforderungen für Jugendliche heute.

Felix arbeitet seit vielen Jahren in der Drogenhilfe und begleitet junge Menschen sowie ihre Familien durch schwierige Lebensphasen. Im Gespräch erklärt er, dass Sucht sehr individuell ist und warum sie oft nicht das eigentliche Problem, sondern ein Symptom ist – und wie Hilfe konkret aussehen kann.

Dieses Video richtet sich an Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte und alle, die sich Sorgen um jemanden machen oder mehr über Suchthilfe erfahren möchten.

Felix Strobach

Sozialpädagoge und Einrichtungsleitung

Hi, ich bin Felix Strobach und leite die Jugendsuchtberatung „Ansprechbar“ in Köln.

Mein beruflicher Weg hierher war alles andere als geradlinig – und genau das macht ihn so spannend. Ursprünglich wollte ich Toningenieur werden. Deshalb habe ich mein Abitur an einem Berufskolleg gemacht und gleichzeitig eine Ausbildung zum elektrotechnischen Assistenten absolviert.

Während dieser Zeit habe ich jedoch gemerkt, dass meine Stärken woanders liegen: Ich war oft derjenige, der Mitschülern bei persönlichen Problemen zuhörte oder mit Lehrern über pädagogische Ansätze diskutierte. Mir wurde klar, dass mich vor allem die Arbeit mit Menschen interessiert.

Nach dem Abitur entschied ich mich deshalb für ein Studium der Sozialpädagogik. Meine Schwerpunkte lagen dabei auf der Arbeit mit Jugendlichen und der Medienpädagogik. In meiner Diplomarbeit setzte ich mich intensiv mit verschiedenen Konzepten der Suchtprävention auseinander – ein Thema, das mich schließlich auch beruflich geprägt hat.

Nach dem Studium begann ich ein Praktikum bei der Fachstelle für Suchtprävention des SKM Köln. Von dort führte mein Weg weiter zur Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Köln.

2007 startete ich dort meinen Berufseinstieg und betreute zunächst ein Suchtpräventionsprojekt in Köln-Mülheim. Ein Jahr später wechselte ich in die Jugendwerkstatt der Drogenhilfe Köln. Seit 2018 arbeite ich dort in der Jugendsuchtberatung „Ansprechbar“ , deren Leitung ich heute innehabe.

In meiner Arbeit unterstütze ich Jugendliche und junge Erwachsene dabei, einen gesunden Umgang mit sich selbst und ihrem Leben zu finden – besonders dann, wenn Sucht oder riskanter Konsum eine Rolle spielen.

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